Fortbildung zur insoweit erfahrenen Fachkraft §8a

Fortbildung zur insoweit erfahrenen Fachkraft §8a

Die Fortbildung umfasst neben den 4 Kursmodulen ein Kolloquium. Die Teilnehmer*innen erstellen im Kursverlauf ein persönliches Handlungs- und Aufgabenprofil für ihre Rolle als Kinderschutzfachkraft.

Der Schutz von Kindern sowie die Sicherstellung des Kindeswohls sind elementare Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe. Diese Weiterbildung dient in erster Linie der Festigung der Fachlichkeit und der Klärung der professionellen Rolle im Sinne des Kindeswohls. Die im Gesetzestext zur Unterstützung von Multiplikator*innen eingeführte Funktion der insoweit erfahrenen Fachkraft kann so professionell und effektiv umgesetzt werden.

Aufgrund der gegenwärtigen Krisensituation (SARS-CoV-2 (Corona-Virus)) kommt der aktuell geplante Kurs leider nicht zustande. Bitte beachten Sie fortlaufend Informationen der VHS.

Inhalte der Module:

Modul 1
– Gesetzliche Grundlagen
– Netzwerk, Rahmenbedingungen und Verfahrensablauf (Frau Vetter, Koordinatorin für Kinderschutz    und frühe Hilfe Jugendamt Leipzig)
– Fachliche Anforderungen an eine Kinderschutzfachkraft
– Haltung und Selbstverständnis für die Rolle der insoweit erfahrenen Fachkraft §8a
– Kindeswohl vs. Kindeswohlgefährdung
– Gefährdung des Kindeswohls im familiären und institutionellen Kontexten
– Wahrnehmung von Anzeichen bei Kindeswohlgefährdung
– Selbstreflexion Gewalterfahrung
– Methoden und Gesprächstraining

Modul 2
– Kindeswohlgefährdung im Kontext Bindungsstörung, Vernachlässigung und Behinderung
– Methoden in der Beratung: Genogrammarbeit, Orientierungskatalog und Ankerbeispiele
– Beteiligung von Eltern, Kindern und Kolleg*innen bei der Einschätzung der Kindeswohlgefährdung
– Kommunikation mit einem betroffenen Kind, den Eltern und Kolleg*innen in konfligierenden Situationen
– Methoden und Gesprächstraining

Modul 3
– Kindeswohlgefährdung im Kontext Migrations- und Fluchterfahrung
– Sexuelle Gewalt vertiefend; unter Kindern, im Kontext stationärer Jugendhilfe, Täterstrategien
– Verfahrensablauf im ASD nach §8a-Meldung (ASD-Sozialbezirksleiterin)
– Familiengericht, familiengerichtliches Verfahren
– Methoden und Gesprächsführung

Modul 4
– Dokumentation und Datenschutz
– Psychohygiene
– Mehrperspektivischer Ansatz
– Kolloquium

Zwischen den Modulen werden sich Lerngruppen treffen und Lerninhalte und Erfahrungen reflektieren. Die Lerngruppen werden jeweils mit einem Thema das Kolloquium gestalten.

Die Teilnehmer*innen erhalten ein Zertifikat.

Die Seminarleitung übernimmt das Institut für psychosoziale Gesundheit, Leipzig, mit dem Referenten Herrn Frank Wünsche, M.A. Erziehungswissenschaften, Systemischer Therapeut/Familientherapeut; Lehrtherapeut (DGSF), Integrativer Supervisor (EAG), MSc Supervision und Coaching (Uni Krems)

Die Anmeldung für die Fortbildung erfolgt über die Volkshochschule Leipzig.