Weiterbildung Systemische Beratung

Weiterbildung Systemische Beratung

Die Weiterbildung systemische Beratung kann als Angebot verstanden werden, die berufsspezifischen Beratungskompetenzen zu erweitern und eine höhere Handlungsfähigkeit in der Arbeit mit Einzelnen, Partnerschaften, Familien und anderen Systemen zu erlangen. Ausgehend von einem ganzheitlichen, humanistischen Menschenbild wird der Mensch im Kontext der  relevanten Bezugssysteme (Partnerschaften, Familie, berufliches Umfeld etc.) gesehen, um so Potentiale, Fähigkeiten und Ressourcen zu entdecken und darüber  Entwicklungsprozesse in Gang zu setzen.

Die Weiterbildung systemische Beratung 2024 – 2026

kann als Angebot verstanden werden, die berufsspezifischen Beratungskompetenzen zu erweitern und eine höhere Handlungsfähigkeit in der Arbeit mit Einzelnen, Partnerschaften, Familien und anderen Systemen zu erlangen. Ausgehend von einem ganzheitlichen, humanistischen Menschenbild wird der Mensch im Kontext der  relevanten Bezugssysteme (Partnerschaften, Familie, berufliches Umfeld etc.) gesehen, um so Potentiale, Fähigkeiten und Ressourcen zu entdecken und darüber  Entwicklungsprozesse in Gang zu setzen.

Das Institut für psychosoziale Gesundheit (ipg) Leipzig arbeitet zudem seit Jahren mit Menschen in den Kontexten von Migration, Inklusion und Gender.

Unsere Expertise mit Menschen zu arbeiten, welche gewaltbesetzte Interaktion als Lösungsstrategien anwenden, wird ebenfalls in die Weiterbildung einfließen.

Entsprechende Themenschwerpunkte unter systemischer Betrachtungsweise werden Inhalt der Ausbildung sein.

Neben der Vermittlung theoretisch relevanter Inhalte sind praxisorientierte Trainings, Selbsterfahrung und Supervision sowie die Anwendung der Lerninhalte im eigenen beruflichen Kontext zentraler Bestandteil der Weiterbildung.

Lehrende und Supervisor:innen des Instituts

Kursleitung:

Frank Wünsche

M.A. Erziehungswissenschaften (Uni Leipzig)

MSc Supervision & Coaching (Uni Krems)

Systemischer Therapeut (Context-Institut Berlin)

Systemischer Lehr-Therapeut (Beziehungswerkstatt Jena)

 

Claudia Kühnel-Kalamorz

Studium der Sozialarbeit/-pädagogik (FH)

Systemische Beratung (DGSF)

Systemische Supervision, Coaching, Organisationsentwicklung (DGSF)

 

Monica Streicher-Pachmann

Systemische Therapeutin/Familientherapeutin (DGSF)

Systemische Supervision (DGSF)

Systemisches Coaching (DGSF)

Lehrende für Systemische Beratung (DGSF)

Lehrende für Systemische Therapie und Beratung (DGSF)

Lehrende für Systemische Supervision (DGSF)

Für fachspezifische Inhalte werden weitere Trainier:innen an den Modulen teilnehmen u.a.:

 

Marcela Zuniga

Diplom-Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin (Universität ARCIS, Chile)

Systemische Beraterin (DGSF)

Integrative Mediation und Konfliktbewältigung innerhalb von Familien, Erstbetreuung, Diagnose und Intervention bei intrafamiliärer Gewalt (Institut für Systemische Therapie, Chile)

 

Dr. André Bünte

Promotion Alte Geschichte

M.A. Alte Geschichte, Afrikanistik und klassische Archäologie

Systemischer Berater (DGSF)

Therapeutischer Thai Yoga Masseur

Zugangsvoraussetzungen und Zielgruppen

Voraussetzungen zur Teilnahme sind:

  1. A) Hochschulabschluss (Bachelor-, Master- und Staatsexamensabschlüsse aller

Universitäten, Fachhochschulen und dualen Hochschulen) und psychosoziale Praxiserfahrungen

oder

  1. B) ein qualifizierter Berufsabschluss im psychosozialen Bereich (mind. 3-jährige

Berufsausbildung) und psychosoziale Praxiserfahrungen

oder

ein qualifizierter Berufsabschluss (mind. 2-jährige Berufsausbildung) und mind.

3-jährige Berufstätigkeit im psychosozialen oder beraterischen Feld und Abschluss

einer anderen Weiterbildung im Spannungsfeld von Person, Rolle und Institution,

Umfang mind. 100 UE.

 

Möglichkeit zur Umsetzung Systemischer Beratung (mind. 70 Beratungseinheiten)

während der Zeit der Weiterbildung.

mehr erfahren
  • Sozialpädagog:innen und Sozialarbeiter:innen
  • Psycholog:innen und Psychotherapeut:innen
  • Erzieher:innen
  • Ärzt:innen und Kolleg:innen von Heil- und Pflegeberufen
  • Heilpraktiker:innen
  • Lehrer:innen
  • Menschen aus weiteren beratenden Berufen

 

  • Voraussetzungen zur Teilnahme sind:

A) Hochschulabschluss und psychosoziale Praxiserfahrungen

oder

B) ein qualifizierter Berufsabschluss im psychosozialen Bereich (mind. 3-jährige Berufsausbil-
dung) und psychosoziale Praxiserfahrungen

oder

ein qualifizierter Berufsabschluss (mind. 3-jährige Berufsausbildung) und mind. 3-jährige Berufstä-
tigkeit im psychosozialen oder beraterischen Feld

oder

ein qualifizierter Berufsabschluss (mind. 2-jährige Berufsausbildung) und mind. 3-jährige Berufstä-
tigkeit im psychosozialen oder beraterischen Feld und Abschluss einer anderen Weiterbildung im
Spannungsfeld von Person, Rolle und Institution, Umfang mind. 100 UE.

des Weiteren:

  • Möglichkeit zur Umsetzung Systemischer Beratung während der Weiterbildung. (70 Sitzungen)
  • Möglichkeit der Umsetzung der Lehrinhalte in der praktischen Arbeit mit Klient:innen
  • Bereitschaft für einen selbsterfahrungsorientierten Lernprozess
  • Einreichen einer schriftlichen Bewerbung mit den entsprechenden Nachweisen vorangegangener Ausbildungen
  • Besuch einer Informationsveranstaltung 

Ziel der Weiterbildung

Ziel der Weiterbildung

  • Herausbildung einer handlungskompetenten Beraterpersönlichkeit auf der Grundlage eigener Ressourcen und systemischer Sichtweisen.
  • Das Erleben der eigenen Beratungskompetenz vor dem Hintergrund aktueller Lebenszusammenhänge, eigener biografischer Erfahrungen sowie persönlicher Fähigkeiten und Ressourcen.
  • Erlernen und situationsangemessenes Einsetzen vielfältiger systemischer Beratungsansätze und Methoden.

Umfang und Struktur der Weiterbildung

Die Weiterbildung richtet sich nach den Richtlinien der Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie  (DGSF).

Die Weiterbildung umfasst insgesamt 570 Stunden (UE á 45 min) aufgeteilt in:

  • 220 UE praxisbezogene Theorie
  • 100 UE Systemische Supervision
  • 100 UE Selbsterfahrung/ Selbstreflexion
  • 80 UE Peergruppenarbeit/ Eigenstudium
  • 70 UE eigene Beratungspraxis

.

Inhalt der Weiterbildung

mehr erfahren

MODUL 1:

Grundbegriffe und Grundlagen systemischen Arbeitens

Einführung und Bestimmung des Kontextes der Teilnehmer:innen; Begriffsklärung sowie historische und philosophische Grundlagen systemischen Arbeitens;

Training von systemische Methoden und Techniken

 

MODUL 2:
Systemische Grundhaltungen und Beratungstechniken; Erstkontakt und Erstgespräch; Aufbau vertrauensvoller Arbeitsbeziehungen; Kontext- und Auftragsklärung; Planung der ersten Sitzungen;

Training

 

MODUL 3:
Familienbezogene Sichtweisen von Problemen und Lösungen
Theorie und Praxis der Genogrammarbeit, Erstellen des eigenen Genogramms; Mehrgenerationenperspektive; Hypothesenbildung;

Training

 

MODUL 4:
Die konstruktivistische Weltsicht
Theorie, Methoden und Techniken zur Konstruktion von Wirklichkeit und Möglichkeit; Fragetechniken, zirkuläres Fragen; Wunderfrage; Reframing; wertschätzendes Konnotieren und Arbeit mit dem Perspektivwechsel;

Training

 

MODUL 5:
Paartnerschaftskonstrukte
Paare im Kontext von Zeit, Interaktion, Veränderung und Umwelt; Partnerschaftsmodelle;  Auseinandersetzung mit eigenen Beziehungskonstrukten;

Training Aufstellung mit Figuren

 

MODUL 6:

Systemische Haltung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
bindungs- und entwicklungspsychologische Aspekte; Kontaktaufnahme und Beziehungsgestaltung mit Kindern und Jugendlichen; Arbeit mit Metaphern, Bildern, Geschichten und gestaltenden Techniken;

Systemischer Kinderschutz; Familien mit Risikofaktoren; Salutogenese und Resilienz;

Training

 

MODUL 7:
Vertiefung systemischer Grundhaltungen
Neutralität – Hypothetisieren – Zirkularität; Allparteilichkeit; Lösungsorientierung; Arbeit mit der Time-Line; Training Mehrpersonensetting

 

MODUL 8:
Systemisches Arbeiten in Kontexten von Migration, Inklusion und Gender

Modelle zur Beschreibung von inneren Prozessen aus der kindlichen Vergangenheit; Reflecting Team; Humor und Sprachwitz in der Beratung;

Training

 

MODUL 9:
Arbeiten in und mit dem ´sogenannten´ Zwangskontext; Widerstand und Motivation aus systemischer Sicht;
Auftragsmuster und Zuweisungskontext; Motivation im ´sogenannten´ Zwangskontext; Besonderheiten in den Kontexten Kindeswohlgefährdung, häusliche Gewalt, Sucht und Straffälligkeit; Risiko- und Ressourcendiagnostik;

Training

 

MODUL 10:
Krisen im Lebenszyklus
Systemische Annahmen zu Krankheit, Trauer und Verlust; Grundlagen der systemischen Trauerarbeit und der Psychotraumatologie; Vertiefende Selbsterfahrung am Genogramm

 

MODUL 11:
Arbeiten im Raum
Grundlagen, Ansätze und Grundannahmen der Aufstellungsarbeit; Tetralemmaarbeit; Aufstellen der eigenen Familiensysteme; Rolle und Selbstverständnis als Berater:in;

Training

 

MODUL 12:
Prozesse beenden
Abschlussinterventionen; Beendigung von Prozessen – Abschlüsse und Übergänge gestalten; Rituale; Ethische Haltung als Berater:in;
Abschlusskolloquium

Voraussetzungen zur Erlangung des Abschlusszertifikates

Bei Erfüllung aller Leistungen wird ein Abschlusszertifikat des Institutes für psychosoziale Gesundheit (ipg-leipzig) als „Systemische:r Berater:in“ ausgestellt.

Die Weiterbildung richtet sich in Inhalt, Dauer und Umfang nach den Richtlinien der  Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF). Bei Erfüllung aller Voraussetzungen können die Teilnehmer:innen bei der DGSF eine Dachverbandsanerkennung als „Systemische:r Berater:in – DGSF“ beantragen.

 

Folgende Leistungen sind für die Erteilung des Zertifikates zu erbringen:

  • Regelmäßige Teilnahme an den Seminaren
  • Aktive Mitarbeit und Bereitschaft zu Supervision und Selbsterfahrung
  • Nachweis von 100 UE Selbsterfahrung/ Selbstreflexion
  • Nachweis von 70 UE Lerngruppenarbeit und Eigenstudium
  • Nachweis von 70 Sitzungen eigener Beratungspraxis (Protokolle)
  • Erstellen von 3 ausführlichen Falldokumentationen (je ca. 8-10 Seiten) wovon ein Beratungsprozess mind. 5 Sitzungen umfassen muss
  • Vorstellen von 1 Live- oder Videoberatung in der Supervision
  • Aktive Gestaltung des Abschlusskolloquiums

 

Mit Abschluss der Weiterbildung sind die Voraussetzungen für einen Aufbaukurs „Systemische Therapie“ erfüllt. Dieser kann ebenfalls beim Institut für psychosoziale Gesundheit Leipzig absolviert werden.

Kosten und Finanzierung

Die Gesamtkosten der Weiterbildung umfassen 5.750,00€ und eine einmalige Bearbeitungsgebühr von 150,00€.

Eine Ratenzahlung ist nach Vereinbarung möglich. Die monatliche Rate beträgt 250,00€. Die Raten sind innerhalb der Ausbildungsdauer zu begleichen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine individuelle Ratenzahlungsvereinbarung möglich.

Eine Förderung über die SAB in Sachsen über das Programm „Berufliche Weiterbildung – individuell berufsbezogene Weiterbildung“ können Sie vor Beginn der Weiterbildung prüfen.

Bewerbung und Informationsgespräch

  • Nachweis über die Erfüllung der Zugangsbedingungen
  • biographischer Lebenslauf
  • Darstellung des beruflichen Werdegangs
  • Motivation und Zielstellung für diese Weiterbildung
  • Bewerbungsfoto

Die Bewerbung erfolgt über die e-mail: wuensche@ipg-leipzig.de

Der Bewerbungszeitraum ist vom 01.07. – 31.08.2024

Danach erfolgt die Einladung zu einem Bewerbungs- und Informationsgespräch.

Termine und Ort

Kursbeginn ist am: 27.09.2024
Ort: ipg – Leipzig; Ferdinand-Rhode-Straße 34, 04107 Leipzig

ModuleDatum vonDatum bis
Modul I27.09.202429.09.2024
Modul II29.11.202401.12.2024
Modul III31.01.202502.02.2025
Modul IV28.03.202530.03.2025
Modul V23.05.202525.05.2025
Modul VI15.08.202517.08.2025
Modul VII24.10.202526.10.2025
Modul VIII12.12.202514.12.2025
Modul IX27.02.202629.02.2026
Modul X08.05.202610.05.2026
Modul XI26.06.202628.06.2026
Modul XII28.08.202630.08.2026